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Wirtschaftswachstum 2008 betrug + 9,2%

Nun ist es offiziell.
Fast überall auf der Welt waren die Wachstumszahlen schon für das Jahr 2008 am Ende enttäuschend ausgefallen. Nicht so in Panamá:
Panamás Wirtschaft ist im Jahr 2008 um stolze 9,2% gewachsen gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Die Zahlen wurden bekanntgegeben von der staatlichen "Contraloría General de la República".

Das panamaische Bruttoinlandsprodukt, gemessen auf der Grundlage der Preise im Jahr 1996, umfaßte im Jahr 2008 die Summe von US-Dollar 18,5581 Milliarden. Und das bei ca. 3 Millionen Einwohnern!

Auch im "Krisenjahr 2009" wird allgemein ein Wachstum geschätzt von um die +5%. Das wird erreicht werden trotz Umsatzverlusten in der Zollfreizone in Colón, bei der internationalen Schiffahrt (Panamá unterhält die größte Handelsflotte der Welt), einem Rückgang bei den Umschlägen in Panamás großen Häfen an beiden Ozeanen und natürlich angesichts weniger Passagen durch den Kanal.

Nicht nur von seinen Nachbarn wird Panamá beneidet um seine Inlandskonjunktur.
 
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"Oh wie schön ist Panamá!"

Der kleine Staat Panamá, einst Teil Kolumbiens, zeichnet sich vor allem durch eines aus: durch die schmalste (48 km) Landverbindung zwischen Nord- und Südamerika.

1513 hatte der Spanier Vasco Nunez de Balboa als erster Europäer die schwer zugängliche sumpfige Landenge zwischen Karibik und Pazifik durchquert. 1855 verbanden die USA die beiden Meere durch eine Eisenbahn. Für den Bau hatten sie Gastarbeiter angeheuert, die es in 5 Jahren schafften, dafür allerdings einem Gerücht zufolge einen hohen Preis zahlten: "Für jede Bahnschwelle ein toter Chinese."

Das Ziel aber, den Seeweg von der Ost- zur Westküste der USA um rund 13.000 km zu verkürzen und den Seeleuten die Fahrt um das stürmische Kap Horn zu ersparen, kam erst in Sicht, als eine französische Gesellschaft die Bahnlinie von den Amerikanern erwarb und 1880 mit dem Durchstich der Landenge begann. Die Pläne stammten von Ferdinand de Lesseps, dem Erbauer des Suezkanals. Doch nach 9 Jahren ging die Betreibergesellschaft bankrott. 80.000 französische Anleger hatten ihr Geld, 20.000 Arbeiter ihr Leben in Panamas Dschungel verloren.

Die USA kauften die Konkursmasse für 40 Millionen Dollar. Es war ein guter Deal. Gegen Anerkennung der Republik Panama und eine einmalige Zahlung von 10 Millionen sowie ab 1913 von jährlich 250.000 US$ sicherten sich die USA "auf Ewigkeit" alle Rechte zum Bau, Betrieb und Schutz des Kanals; die Panamakanalzone (auf beiden Seiten des Wasserweges jeweils etwa 8 km tief, insgesamt 1431 km²) wurde 1903 Hoheitsgebiet der USA, der Kanal 1914 offiziell eröffnet. Mehr als 50 Jahre lang behandelten die USA Panama und den Kanal so, als sei beides ihr Eigentum.

Dann entmachtete 1968 Omar Torrijos Herrera mit Hilfe der Nationalgarde die zivile Regierung und handelte mit der Regierung des US-Präsidenten Carter ein Grundsatzabkommen über die schrittweise Übergabe des Kanals bis zum 1. Januar 2000 aus. 1978 ratifizierte Washington den Vertrag.
Anfang der 90er Jahre intervenierte die USA noch einmal, um den Militärmachthaber General Noriega gefangenzusetzen.

Mit einem Festakt an der Kanalschleuse feierte die Regierung von Panama am 14.12.1999 gemeinsam mit internationalen Gästen die Übergabe des Panamakanals zum Ende des Jahres. Am 31.12.1999 wurde die Kontrolle über die 1914 eröffnete wichtige Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik von den USA an Panama übertragen. Panama erhielt damit erstmals seit seiner Unabhängigkeit (1903) die volle Souveränität über sein Staatsgebiet. Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter war mit einer amerikanischen Delegation angereist. Er hatte die Kanalübergabe 1977 mit der panamaischen Regierung nach schweren Auseinandersetzungen wegen der US-Präsenz im Land beschlossen. Die rund 82 km lange Wasserstraße wurde ab 1904 von den USA erbaut, nachdem sie Panama im Unabhängigkeitskampf von Kolumbien unterstützt hatten.
Die Amerikaner kontrollierten einen 16 km breiten Landstreifen rund um den Kanal. Seither wurden jährlich 13 000 Schiffe durch die Landenge geschleust.

Die panamaische Regierung hat die Ausweitung der Kapazitäten des Kanals in Angriff genommen. Im Herbst 2006 kam es im Rahmen einer Volksabstimmung zu einem überwältigenden Votum zugunsten des Kanals. Die Arbeiten sind bereits aufgenommen.
 
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